EDITORIAL 7
DAS LEGION-MASSENZENTRUM IN PUYLOUBIER
Ein stolzes Vermächtnis
Von Louis Perez y Cid
Das Legion-Massakerzentrum in Puyloubier ist mehr als nur ein Friedhof. Es ist der direkte Erbe des Andenkens an die Fremdenlegion in Algerien und die spirituelle Fortsetzung von Sidi Bel Abbès.
Seine Geschichte entfaltet sich in zwei Phasen.
Das Legion-Massakerzentrum in Puyloubier ist mehr als nur ein Friedhof. Es ist der direkte Erbe des Andenkens an die Fremdenlegion in Algerien und die spirituelle Fortsetzung von Sidi Bel Abbès.
Seine Geschichte entfaltet sich in zwei Phasen.
1954: Die Bewohner der Einrichtung für Kriegsversehrte
Die erste Phase beginnt im Jahr 1954. Die Bewohner der Einrichtung für Kriegsversehrte der Fremdenlegion (IILE) in Puyloubier wurden auf dem Gemeindefriedhof beigesetzt.
Diese Veteranen, vom Krieg oder den Härten des Lebens gezeichnet, fanden dort eine würdevolle Ruhestätte, ganz im Sinne der für die Legion so typischen Kameradschaft. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch nicht der „Legionsplatz“ im historischen Sinne, sondern eine Ruhestätte für die Veteranen der Einrichtung.
1962: Die Überführung des „Legion-Pantheons“ aus Sidi Bel Abbès
Der eigentliche Legionsplatz entstand nach dem Abzug aus Algerien.
1962 verließ die Legion endgültig Sidi Bel Abbès, ihren Stützpunkt seit 1843. Nun galt es, das Wesentliche zu bewahren: die Erinnerung.
Die Asche des „Legion-Pantheons“ wurde nach Puyloubier auf dem französischen Festland überführt.
• General Paul-Frédéric Rollet, eine der Gründungsfiguren der modernen Legion.
• Prinz Aage von Dänemark, ein Offizier der Legion.
• Legionär Zimmermann, der letzte in Algerien Gefallene. Ihre Gräber, die sogenannten „ewigen“ Gräber, verlaufen entlang der Friedhofsmauer und spiegeln den alten Teil in Sidi Bel Abbès wider.
Später (1990) kamen die sterblichen Überreste von Stabsfeldwebel Struzina hinzu, der stellvertretend für die in Indochina gefallenen Legionäre stand, sowie die von verdienten Legionären, die diesen Wunsch geäußert hatten: Oberstleutnant Jeanpierre (1969) und General Olié (2003, außerhalb des Abschnitts). Auch die Ehefrauen von Oberstleutnant Jeanpierre und General Olié sind dort bestattet.
Die Marmortafeln mit den Namen der Gefallenen an der großen Mauer stammen vom alten Kriegerdenkmal der Legion in Sidi Bel Abbès. Dieses Denkmal wurde 1963 im Viénot-Viertel von Aubagne, dem Hauptsitz der Legion, wiederaufgebaut.
Puyloubier wurde somit zum lebendigen Bewahrer des Legionärsgeistes, der aus Algerien hierher gebracht worden war.
1962 verließ die Legion endgültig Sidi Bel Abbès, ihren Stützpunkt seit 1843. Nun galt es, das Wesentliche zu bewahren: die Erinnerung.
Die Asche des „Legion-Pantheons“ wurde nach Puyloubier auf dem französischen Festland überführt.
• General Paul-Frédéric Rollet, eine der Gründungsfiguren der modernen Legion.
• Prinz Aage von Dänemark, ein Offizier der Legion.
• Legionär Zimmermann, der letzte in Algerien Gefallene. Ihre Gräber, die sogenannten „ewigen“ Gräber, verlaufen entlang der Friedhofsmauer und spiegeln den alten Teil in Sidi Bel Abbès wider.
Später (1990) kamen die sterblichen Überreste von Stabsfeldwebel Struzina hinzu, der stellvertretend für die in Indochina gefallenen Legionäre stand, sowie die von verdienten Legionären, die diesen Wunsch geäußert hatten: Oberstleutnant Jeanpierre (1969) und General Olié (2003, außerhalb des Abschnitts). Auch die Ehefrauen von Oberstleutnant Jeanpierre und General Olié sind dort bestattet.
Die Marmortafeln mit den Namen der Gefallenen an der großen Mauer stammen vom alten Kriegerdenkmal der Legion in Sidi Bel Abbès. Dieses Denkmal wurde 1963 im Viénot-Viertel von Aubagne, dem Hauptsitz der Legion, wiederaufgebaut.
Puyloubier wurde somit zum lebendigen Bewahrer des Legionärsgeistes, der aus Algerien hierher gebracht worden war.
Ein Zaun aus Camerone
Am hinteren Ende des Platzes steht ein schmiedeeisernes Tor – schlicht und doch hochsymbolisch.
In Camerone, Mexiko, war das erste Denkmal zum Gedenken an die Legionäre, die am 30. April 1863 fielen, ein Schutztor um das Beinhaus der Helden.
1963, zum hundertsten Jahrestag der Schlacht, wurde an der Stelle in Camerone ein neues, größeres Denkmal errichtet. Die alte Umzäunung wurde daraufhin abgerissen.
Das Tor, das das Beinhaus umgab, wurde vom örtlichen Verein in Camerone nach Frankreich verschifft und anschließend in Puyloubier aufgestellt.
Es handelte sich dabei nicht um eine Rückführung der Gebeine; die Helden von Camerone ruhen weiterhin in Mexiko, sondern vielmehr um die Überführung eines materiellen Elements, das unmittelbar mit dem Ursprungsort des Legionärsmythos verbunden ist.
Dieses Tor schafft eine greifbare Verbindung zwischen Camerone, Sidi Bel Abbès und Puyloubier.
In Camerone, Mexiko, war das erste Denkmal zum Gedenken an die Legionäre, die am 30. April 1863 fielen, ein Schutztor um das Beinhaus der Helden.
1963, zum hundertsten Jahrestag der Schlacht, wurde an der Stelle in Camerone ein neues, größeres Denkmal errichtet. Die alte Umzäunung wurde daraufhin abgerissen.
Das Tor, das das Beinhaus umgab, wurde vom örtlichen Verein in Camerone nach Frankreich verschifft und anschließend in Puyloubier aufgestellt.
Es handelte sich dabei nicht um eine Rückführung der Gebeine; die Helden von Camerone ruhen weiterhin in Mexiko, sondern vielmehr um die Überführung eines materiellen Elements, das unmittelbar mit dem Ursprungsort des Legionärsmythos verbunden ist.
Dieses Tor schafft eine greifbare Verbindung zwischen Camerone, Sidi Bel Abbès und Puyloubier.
Mehr als ein Friedhof
Der Legionärsbereich des Friedhofs von Puyloubier ist kein Ort der Nostalgie.
Er ist ein Treffpunkt.
Hier ruhen jene, die dienten, kommandierten, litten und mitunter den Geist der Legion verkörperten. Die Grabsteine stammen aus Algerien, das Tor aus Mexiko – symbolträchtige Reliquien. Man muss diesen Ort mit besonderem Respekt betreten, denn hier ruht die Seele der Legion, umgeben von Veteranen des Invalidenhauses, wie ewige Wächter.
Die Legion verließ ihre nordafrikanische Heimat, doch sie gab ihre Erinnerung nicht auf.
Hier in der Provence brachte sie sie zurück.
Er ist ein Treffpunkt.
Hier ruhen jene, die dienten, kommandierten, litten und mitunter den Geist der Legion verkörperten. Die Grabsteine stammen aus Algerien, das Tor aus Mexiko – symbolträchtige Reliquien. Man muss diesen Ort mit besonderem Respekt betreten, denn hier ruht die Seele der Legion, umgeben von Veteranen des Invalidenhauses, wie ewige Wächter.
Die Legion verließ ihre nordafrikanische Heimat, doch sie gab ihre Erinnerung nicht auf.
Hier in der Provence brachte sie sie zurück.