Diese Frauen, die die Stellung halten
Hinter jedem Soldaten steht eine Frau. Ein starkes Fundament. Eine stille Kraft.
Ohne sie wäre der Einsatz des Soldaten viel schwieriger. Sie hält die Stellung, während er im Einsatz ist.
Doch ihre Rolle bleibt allzu oft unsichtbar, reduziert auf unterstützende Aufgaben, als wären die grundlegenden Dinge selbstverständlich.
Dies ist das Thema von Christians Text, der auch die Veteranenverbände erwähnt, in denen viele Frauen die Strukturen am Laufen halten: Finanzen, Sekretariat, Organisation, Kontinuität. Ihr Engagement ist echt, beständig und unverzichtbar.
Sie stehen nicht im Hintergrund; sie sind oft das Herzstück.
Ohne sie könnten viele Veteranenverbände nicht funktionieren.
Louis Perez y Cid
„Gegen alle Widerstände …“
Von Christian Morisot
Diskussion:
Fehlzeiten häufen sich, und Kommentare fliegen oft, manchmal ungeschickt: „Wenigstens haben eure Männer Jobsicherheit! Er ist schon wieder zurück, wie schnell ist das denn gegangen?“ Das wusstest du schon bei der Hochzeit usw. …
Eine Soldatenfrau zu sein bedeutet, den Beruf ihres Mannes zu übernehmen, koste es, was es wolle. Es bedeutet, lange Auslandseinsätze, häufige Umzüge, Wochenendschichten und Rufbereitschaft zu akzeptieren und Urlaub statt Freizeit zu nehmen. Als wahre Stütze der Familie lernt die Soldatenfrau Selbstlosigkeit und Hingabe.
Doch für sie ist nichts einfach; entgegen der landläufigen Meinung gibt es Momente des Zweifels und der Verzweiflung. Sofern sie nicht in einer abgelegenen Gegend lebt oder von zu Hause aus arbeiten kann, findet sie selten keine Arbeit, oft aufgrund einer Versetzung alle zwei oder drei Jahre.
Folgendes steht also auf dem Programm:
• Die Erfahrung der Einsamkeit,
• Die gefürchtete Erfahrung, allein zu gebären,
• Wiederholte Abwesenheiten,
• Entbehrungen,
• Ständige Sorgen,
• Niedrige Moral.
Der Puyloubier-Verein ehemaliger Legionäre setzte neue Maßstäbe, indem er eine „Frauenabteilung“ gründete und damit sein Engagement für die Anerkennung und Würdigung der Frauen und Witwen ehemaliger Legionäre unterstrich.
Von Anfang an äußerten einige selbstgerechte Hüter der Traditionen und Gebräuche der Fremdenlegion ihren Unmut. Sie bemerkten mit großem Ärger, dass die Frauen zu viel Raum einnahmen und sich übermäßig in die Vereinsarbeit einmischten.
Rückblickend auf die Geschichte der Legion zeigt sich, dass die Ungewissheit der Zukunft Legionäre, die unzähligen Gefahren ausgesetzt waren, einst vom Heiraten abhielt. Damals hieß es, ein verheirateter
Mann sei nicht voll verfügbar und zwangsläufig ein schlechter Soldat. Heute muss man jedoch anerkennen, dass dies nicht mehr zutrifft. Die Ehe schafft zweifellos Ausgewogenheit, und Ehefrauen wissen, wie sie die heikelsten Situationen meistern und voll einsatzfähig sind, oft als perfekte Ergänzung zum treuen und ehrlichen Pflichtbewusstsein ihrer Männer. Wie kann es sein, dass wir heute die wichtige Rolle der Ehefrauen von Soldaten in ihren Familien übersehen?
Der in der Legion mit Stolz und Überzeugung gelebte Familiengeist schließt unweigerlich auch die Frauen der Legionäre mit ein! Herzlichen Glückwunsch an die AALE von Aix-en-Sainte-Baume für diese wunderbare Initiative!
Es ist höchste Zeit, dass sich einige eingefleischte Verteidiger der Vergangenheit anpassen und verstehen, dass sie in der Gegenwart leben müssen, dass die Legion von heute, unter Achtung ihrer Vorgänger, sich mit der Zeit weiterentwickeln muss – es geht schlicht ums Überleben!
Die Legion darf nicht länger eine Institution bleiben, die nur aus Männern besteht, die unter sich leben, völlig autark, und in der das „Zelt des Feldgeistlichen“ eine beträchtliche, letztlich aber fragwürdige Bedeutung erlangt!
Abschließend möchte ich auch die Kinder der Legionäre erwähnen, aber das ist eine ganz andere Geschichte, die mehr Aufmerksamkeit verdient… Fortsetzung folgt!
„Gegen alle Widerstände…“