All dies geschieht über unseren Köpfen
Der Mond: Entstehung und verborgene Seite. 1/2
Von Michel Gravereau
Wenn dieser Text erscheint, werden die Medien zweifellos über ein aktuelles globales Ereignis berichten: Seit über 50 Jahren umkreisen drei Männer und eine Frau den Mond in der Orion-Kapsel, bevor die Menschheit voraussichtlich im nächsten Jahr eine permanente Basis errichten wird.
Dies wird ältere Generationen an jene denkwürdige Weihnachtsnacht 1968 erinnern, als Apollo 8 mit Frank Borman, James Lovell und William Anders an Bord unseren natürlichen Satelliten umkreiste – die Generalprobe für den historischen Tag des 20. Juli 1969.
Der Mond. Er zieht alle Blicke auf sich, ist in so viele vermeintliche Dramen verwickelt, bewegt unsere Ozeane mit Ebbe und Flut, der Mond der Gärtner.
Aber kennen wir die neuesten Erkenntnisse über diesen Mond, seine Entstehung und insbesondere seine verborgene Seite? Versuchen wir, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Seine Entstehung.
Als ich vor langer Zeit mit dem Astronomiestudium begann, wurden vier Theorien über die Entstehung des Planeten diskutiert. Heute scheint nur noch eine anerkannt zu sein.
Unser Satellit, der Mond, entstand vor 4,5 Milliarden Jahren durch eine gewaltige Kollision: die der sehr jungen Erde mit einem Himmelskörper von der Größe des Mars (halb so groß wie die Erde). Die Wucht des Aufpralls zerkleinerte einen Teil des Erdmantels. Diese ins All geschleuderten Trümmer bildeten zunächst einen Materiering um die Erde, bevor sie sich rasch zu einem einzigen Himmelskörper verdichteten: dem Mond.
Unser Satellit, der Mond, entstand vor 4,5 Milliarden Jahren durch eine gewaltige Kollision: die der sehr jungen Erde mit einem Himmelskörper von der Größe des Mars (halb so groß wie die Erde). Die Wucht des Aufpralls zerkleinerte einen Teil des Erdmantels. Diese ins All geschleuderten Trümmer bildeten zunächst einen Materiering um die Erde, bevor sie sich rasch zu einem einzigen Himmelskörper verdichteten: dem Mond.
Bei der Kollision muss sich das für die Katastrophe verantwortliche Objekt auf einer Bahn nahe der Erdbahn befunden und sie tangential getroffen haben. Man nimmt an, dass sich sein metallischer Kern aus Eisen und Nickel beim Aufprall mit dem Erdkern vereinigte.
Unter dem Einfluss der kombinierten Gravitationskraft von Erde und Sonne verklumpten die Trümmer zu immer größeren Klumpen, die schließlich den Mond bildeten. Dieser gesamte Prozess hätte nur etwa tausend Jahre gedauert.
Unter dem Einfluss der kombinierten Gravitationskraft von Erde und Sonne verklumpten die Trümmer zu immer größeren Klumpen, die schließlich den Mond bildeten. Dieser gesamte Prozess hätte nur etwa tausend Jahre gedauert.
Bevor sich das Kollisionsszenario als allgemein anerkannte Erklärung durchsetzte, wurden drei weitere Theorien zur Entstehung des Mondes aufgestellt. Alle drei simulierten die Vorgänge zur Zeit der Planetenentstehung vor 4,5 Milliarden Jahren.
Die erste Theorie ging davon aus, dass die Erde einen vorbeifliegenden kleinen Himmelskörper einfing.
Die zweite Theorie postulierte, dass die sehr junge Erde anfänglich von einem Ring aus Trümmern und Staub umgeben war, der sich später verdichtete. In der dritten Theorie war die Erde noch nicht erstarrt und rotierte sehr schnell: Ein flüssiges Stück hätte sich abgelöst und den Mond gebildet.
Diese Theorien gelten heute als widerlegt.
Zwischen 1969 und 1972 brachten die Apollo-Astronauten 387 kg Mondgestein zur Erde. Die Analyse dieses Gesteins stützte das Kollisionsszenario. Sie zeigte nicht nur große Ähnlichkeiten in der Zusammensetzung von Erd- und Mondkruste, sondern auch, dass das Mondgestein keine leichten, flüchtigen Elemente wie Wasserstoff enthält. Diese Elemente wären unter der enormen Hitze, die bei der Kollision freigesetzt wurde, verdampft.
Mondgestein und Erdmantel: Alles dasselbe. Wie es in einer alten Nudelwerbung hieß: Wir haben das Gleiche zu Hause.
Fortsetzung folgt…
Die erste Theorie ging davon aus, dass die Erde einen vorbeifliegenden kleinen Himmelskörper einfing.
Die zweite Theorie postulierte, dass die sehr junge Erde anfänglich von einem Ring aus Trümmern und Staub umgeben war, der sich später verdichtete. In der dritten Theorie war die Erde noch nicht erstarrt und rotierte sehr schnell: Ein flüssiges Stück hätte sich abgelöst und den Mond gebildet.
Diese Theorien gelten heute als widerlegt.
Zwischen 1969 und 1972 brachten die Apollo-Astronauten 387 kg Mondgestein zur Erde. Die Analyse dieses Gesteins stützte das Kollisionsszenario. Sie zeigte nicht nur große Ähnlichkeiten in der Zusammensetzung von Erd- und Mondkruste, sondern auch, dass das Mondgestein keine leichten, flüchtigen Elemente wie Wasserstoff enthält. Diese Elemente wären unter der enormen Hitze, die bei der Kollision freigesetzt wurde, verdampft.
Mondgestein und Erdmantel: Alles dasselbe. Wie es in einer alten Nudelwerbung hieß: Wir haben das Gleiche zu Hause.
Fortsetzung folgt…